Unsere Hausgäste-Abende bringen oft sehr unterschiedliche Autor·innen auf die Bühne, woraus sich jedes Mal eine eigene Spannung herausbildet. Bei unseren Gästen im April trifft das auf besondere Weise zu. Der ukrainische Schriftsteller Stanislaw Assejew hat der Lagerliteratur mit seinem Bericht »Heller Weg, Donezk« (Suhrkamp, 2023, aus dem Russischen von Anselm Bühling, Henriette Reisner und Volker Weichsel) ein erschütternd gegenwärtiges Beispiel aus dem russisch besetzten Donbaz hinzugefügt. Ishbel Szatrawska erzählt in »Die Tiefe« (Voland & Quist, 2025, aus dem Polnischen von Andreas Volk) die Geschichte einer Familie in Ostpreußen, einer Region, wo sich seit Jahrhunderten polnische, masurische, deutsche und litauische Identitäten miteinander verflechten. Erstmals in deutscher Übersetzung wird die flämische Autorin Patricia Jozef präsentiert – in »Gentlemen« (Arche, 2026, aus dem Niederländischen von Dania Schüürmann) geht es um weibliches Begehren und um das, was passiert, wenn sich traditionelle Rollen und Erwartungen umkehren. Eine Spielart des graphischen Erzählens lernen wir bei Melanie Lüdtke kennen, die mit ihrer autofiktionalen Graphic Novel »Hackenporsche« (Schwarzer Turm, 2025) von sich reden macht. In ihrem neuen Projekt beschäftigt sie sich mit Grenzgängen nach Osteuropa. Die Kurzlesungen und Gespräche werden teilweise in englischer Sprache geführt.

Bild: Stanislaw Assejew © privat

Einlass: 18:30

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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