Für die dritte Ausgabe der vom Kulturamt im vergangenen Jahr unter dem Titel „Comedy Haus“ ins Leben gerufenen Reihe konnten erneut vier junge Comedians gewonnen werden. Fans kennen sie von Youtube, aus dem Fernsehen oder von Social Media wo einige von ihnen Millionen Aufrufe verzeichnen können. Sara Karas, Yorick Thiede, Maximilian Lorenz und Pegah Meggendorfer sind hoch nachgefragte Newcomer, die sich in kurzer Zeit in der deutschen Comedy-Szene etablieren konnten und für volle Säle sorgen.
Sara Karas
Die gebürtige Potsdamerin steht für charmante, intelligente Stand-up-Comedy, die das Publikum sofort abholt. Mit scharfem Witz, ehrlicher Naivität und einer ordentlichen Portion Selbstironie erzählt sie von den Fettnäpfchen des Alltags. Karas wuchs im dörflichen Kloster Lehnin auf, besuchte das Babelsberger Filmgymnasium und studierte Medienmanagement und Industrial Management in Mittweida. Nach kleineren Filmprojekten zog es sie in verschiedene Start Ups. 2019 trat sie erstmals als Stand-up Comedian auf. Sie ist regelmäßig in deutschlandweit bekannten Comedy-Formaten wie NightWash und dem Quatsch Comedy Club zu sehen. Bereits innerhalb ihres ersten Bühnenjahres trat Karas im Fernsehen auf. Sie bringt frische Perspektiven auf die Bühne, verbindet generationsübergreifende Themen und schafft Abende, an die man sich gerne erinnert – weil sie eben nicht nur lustig ist, sondern auch ehrlich, zugänglich und voller Herz.
Yorick Thiede
Ein Künstler ohne künstlerischen Hintergrund, das ist Yorick Thiede. Aufgewachsen auf einem Bauernhof, den er erwartungsgemäß hätte übernehmen sollen, entschloss er sich zu einer Karriere, die nicht weiter davon hätte entfernt sein können. Bei Thiede spielt sich alles - von seiner Erscheinung bis hin zu seinem Stand-up selbst - zwischen Gegensätzen ab. Sein Auftreten wirkt grob, seine Gedanken sind feinfühlig, die Vortragsweise ist trocken, seine Geschichten sind mitreißend. Thiede erzählt seine Geschichten mit einer natürlichen Leichtigkeit. Jede noch so surreale Story macht er innerhalb von wenigen Sekunden dreidimensional und erlebbar, als wäre das Publikum selbst vor Ort dabei gewesen. Er ist Teil des „4 Feinde“ Comedy-Kollektivs, das im September 2022 den größten Stunt der deutschen Comedy-Geschichte durchgeführt hat. Die Gruppe konnten durch einen Scherzanruf bei der Lanxess Arena in Köln einen Auftritt buchen und hat daraufhin, entgegen aller Erwartungen, die 3.542 Plätze der Theatervariante der Arena ausverkauft.
Maximilian Lorenz
Maximilian Lorenz ist ein in Berlin wohnhafter Stand-up Comedian aus München. Auf der Bühne spricht er leidenschaftlich und meinungsstark über alles, solange es lustig ist. Mit rascher Auffassungsgabe, präzisen Formulierungen und unvorhergesehenen Perspektiven bringt er den Zeitgeist auf den Punkt und ist sich dabei nicht zu schade, zuerst über sich selbst zu lachen. Außerdem veröffentlichte Lorenz als Autor den Debütroman „Frostbeben“ und er bereichert Social Media fast jeden Tag mit neuen Inhalten. Sein Podcast „ok, random.“ hält, was er verspricht.
Pegah Meggendorfer
Die halb-iranische Comedian stammt aus Bad Aibling und beobachtet das Leben so scharf wie liebevoll. Meggendorfer erzählt mit trockenem Humor von Situationen, die jeder kennt: Es geht um den Horror der Bundesjugendspiele oder die Frage, warum man manchmal einen Schwangerschaftsbauch vortäuschen sollte. Mit einem Augenzwinkern nimmt sie auch gesellschaftliche Themen ins Visier – von kultureller Identität über weibliches Selbstverständnis bis zu den Widersprüchen zwischen ehrgeiziger Karriere im Journalismus und Comedy-Auftritten auf Volksfesten voller Betrunkener. Meggendorfer vereint Scharfsinn mit Selbstironie. Sie lacht nicht über andere, sondern mit dem Publikum über das Chaos des Lebens.
Moderiert wird die Veranstaltung von Ansgar Hufnagel, der das Publikum auch bei den vom Kulturamt präsentierten Poetry Slams im Kulturzentrum Kesselhaus durch den Abend führt.
Änderungen im Line-up vorbehalten.
Einlass: 19:30 Uhr