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Psalm 130 erklingt in diesem Konzert in sehr unterschiedlichen Vertonungen und
Textausdeutungen. Bach und Boxberg vertonen den deutschen Bibeltext ziemlich wörtlich, wohingegen bei Graupner, dem spätesten Komponisten dieses Konzertes, der Text erläuternd ausgedeutet wird, hier wird also nicht mehr der exakte Bibeltext vertont. Die älteste der drei Vertonungen ist die von Johann Sebastian Bach aus seiner frühen Zeit in Mühlhausen. Boxberg dürfte das Werk gekannt haben, denn nicht umsonst ist die Besetzung seiner Komposition mit 4 Sängern, einer Oboe, Streichern, Fagott und Basso continuo identisch. Eine Verbindung zu Graupner finden wir dadurch, dass seine Kantate das Werk war, mit dem er sich, zusammen mit Bach, in Leipzig um das Thomaskantorat beworben hat. Die Musik aller drei Kantaten besticht durch den Text adäquate Eindringlichkeit, bei der jedoch der Kompositionsstil zwischen Frühbarock und Spätbarock deutlich variiert.
Programm:
Johann S. Bach (1685-1750) – Sinfonia aus der Kantate BWV 42
Christian L. Boxberg (1670-1729) – Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir (Psalm 130)
Johann S. Bach (1685-1750) – Fuga g-Moll BWV 131a
Johann S. Bach (1685-1750) – Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir Kantate BWV 131
Elias Bronnemüller (ca. 1666-1762) – Sonata Nr. VI D-Dur
Christoph Graupner (1683-1760) – Aus der Tiefen rufen wir (1723) Kantate
Das Konzert wird ohne Pause gespielt.
http://www.concert-royal.infoEinlass: 19.30 Uhr