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Schauspiel gegen den Krieg von Wolfgang Borchert
Beckmann ist 25 Jahre alt, kommt aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück. Gezeichnet an Körper und Seele: das Knie zerschossen, die Gasmaskenbrille haftet ihm wie ein Fremdkörper im Gesicht – ein ständiges Zeichen der Entmenschlichung. Doch statt Rückhalt oder Verständnis findet er nur Ablehnung: Die Frau hat ihn verlassen, der Oberst weist jede Verantwortung von sich, das Mädchen, das ihn vor dem Ertrinken rettet, will nichts von seinem Leid wissen.
In einer traumähnlichen Wanderung begegnet Beckmann nicht nur Menschen, sondern auch überhöhten Figuren: dem Tod, der Elbe, Gott – und dem Anderen, einer gespiegelten Version seiner selbst. Dabei öffnet sich eine vielschichtige theatrale Welt zwischen Realismus, Groteske und Lyrik – voller Sprachkraft, Widerstand und existenzieller Tiefe.
Wolfgang Borcherts einziges Theaterstück ist mehr als ein Klassiker der Nachkriegsliteratur: „Draußen vor der Tür“ ist ein poetischer Aufschrei gegen das Verstummen, gegen das Wegsehen, gegen das Verdrängen. Geschrieben 1947, wenige Monate vor Borcherts frühem Tod, ist dieses Stück heute aktueller denn je. Und ein Weckruf.

Einlass 17:15 Uhr. Barrierefrei. Parkplätze in der Nähe

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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