Quelle: Reservix


Hyperdub startete 2000 als Fanzine, wurde 2004 zum Label – und hat seitdem die elektronische Musik mehrfach neu kalibriert. Steve Goodman aka Kode9 wollte ursprünglich „sub bass and slightly off-kilter beats that are a little bit sad in tone“. Dann, so Goodman selbst, „went the label a bit haywire“: Burial verankerte mit „Untrue“ (2007) die Emotion dauerhaft in der Clubmusik. DJ Rashad brachte mit „Double Cup“ Footwork aus Chicago nach Europa. Kode9 selbst zeigte mit The Spaceape auf „Memories of the Future“ (2006), wohin Bass führen kann, wenn er die Dancefloor-Logik hinter sich lässt: dystopisches Hörspiel statt Club. Dazu ein bemerkenswerter Frauenanteil im Roster, der nicht Programm ist, sondern Konsequenz einer Haltung. Beim Enjoy Jazz Festival ist Hyperdub mit zwei aktuellen Positionen vertreten: aya, deren „hexed!“ (2025) Sucht und Trauma hörbar macht, und Ikonika, die auf „SAD“ (2025) Queerness, Trans-Sein und Neurodivergenz in musikalische Struktur übersetzt.

Einlass 19:00 Uhr

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Quelle: Reservix
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