Rossini: Petite Messe solennelle
Die Petite Messe solennelle von Gioachino Rossini ist eine ungewöhnliche Vertonung des Messtextes. Die 1863 für die Einweihung der Privatkapelle eines Pariser Adligen entstandene Komposition vereint die musikalischen Heiterkeit der komischer Oper mit dem religiösen Ernst einer durch tiefe Religiosität bestimmten Kirchenmusik. Gewürzt mit Ironie und selbstironisch und mit einem augenzwinkernden Understatement als kleine Messe bezeichnet. Das Werk dauert aber 90 min und ist mit Chor, vier Solisten Klavier und Harmonium für eine Privataufführung ungewöhnlich besetzt. Rossini schreibt über das Stück: „Das ist keine Kirchenmusik für euch Deutsche, meine heiligste Musik ist doch nur immer semi seria [halb ernst]“ und „Lieber Gott – voilà, nun ist diese arme kleine Messe beendet. Ist es wirklich heilige Musik, die ich gemacht habe oder ist es vermaledeite Musik? Ich wurde für die Opera buffa geboren, das weißt Du wohl! Wenig Wissen, ein bisschen Herz, das ist alles. Sei also gepriesen und gewähre mir das Paradies.“
Die Aufführenden auf der Empore der Stadtkirche sind: Domashchuk (Sopran), Thalia Hellfritsch (Alt), Paulo Maria (Tenor), Olivier Nilles (Baß), Albert Mañosa (Klavier), Takeshi Pardall (Harmoniorganum), Aalener Kantorei und Chorschule unter der Leitung von KMD Thomas Haller.
Die Aufführung findet auf der Empore statt.
Copyright: Oliver Giers, Aalen
Einlass: 17:15 Uhr