Mozarts blinde Pianistin
Sonntag, 15.11.2026 um 17:00 Uhr
Mozarts blinde Pianistin
Sonntag, 15.11.2026
um 17:00 Uhr
Programm:
Carl Philipp Emanuel Bach: Kantate „Die Grazien“ Wq 200/22
Wolfgang Amadé Mozart: Rondo a-Moll für Fortepiano solo KV 511
Leopold Kozeluh: Kantate auf Maria Theresia Paradis (Text: Pfeffel)
Maria Theresia Paradis: Fantasie G-Dur für Fortepiano solo
Maria Theresia Paradis: ausgewählte Lieder
Joseph Haydn: Canzonetten
Ob Maria Theresia Paradis wirklich das Klavierkonzert KV 456 von W.A. Mozart in Paris aufführte, wie der Vater des Komponisten vermerkt, ist fraglich, aber dass sie einander gut kannten, steht außer Frage. Und ähnlich wie Mozart begab sich auch die junge Pianistin auf eine dreijährige Europareise – mit Mutter statt Vater. Ist schon diese Tatsache für eine Frau des 18. Jahrhunderts erstaunlich genug, umso größer wird die Ver- und Bewunderung, wenn man weiß, dass Maria Theresia von Kindheit an blind war. Sie muss eine außergewöhnliche Persönlichkeit gewesen sein, musikalisch in den Disziplinen Klavier und Orgel, Gesang und Komposition ausgebildet, mit phänomenalem Gehör und Gedächtnis. Dazu von hohem pädagogischem Ethos getragen, als sie 1808 im Zentrum Wiens ein Institut für musikalische Erziehung einrichtete, an dem blinde und sehende Mädchen Unterricht in Klavier, Gesang und Musiktheorie erhalten konnten. Mit allen Komponisten, deren Werke in diesem Konzert aufgeführt werden, war Maria Theresia bekannt oder sogar befreundet: Kozeluh war ihr hoch verehrter Kompositionslehrer, von Carl Philipp Emanuel Bach soll sie alle Klavierkonzerte gespielt haben, Haydn studierte mit ihr sein Oratorium "Die Schöpfung" ein.
Dorothee Mields, Sopran
Christine Schornsheim, Hammerflügel
Eventdaten bereitgestellt von: Reservix
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