Programm:


Camille Saint-Saëns:
Symphonie Nr. 3 c-Moll op. 78 „Orgelsymphonie”

Gabriel Fauré:
Requiem op. 48


Die "Orgelsymphonie" gehört zu Frankreichs bedeutendsten Symphonien. Der Name des Werks stammt übrigens nicht vom Komponisten – Camille Saint-Saëns sprach lieber von einer "Symphonie mit Orgel". Denn die Orgel ist hier "nur" eine Klangfarbe unter anderen – sie macht sich rar, wirkt dann aber umso stärker. Auch ein Klavierduo gehört übrigens mit zum Orchester. Zwar ist die "Orgelsymphonie" keine religiöse Komposition, aber dennoch zieht sich die Melodie des "Dies irae" durchs ganze Werk. In den beiden Riesenteilen – rund 20 bzw. 15 Minuten lang – verstecken sich die üblichen vier Symphoniesätze. Saint-Saëns hielt diese (seine letzte) Symphonie für sein Hauptwerk.

Aus dem 19. Jahrhundert stammen viele bekannte Vertonungen der katholischen Totenmesse. Berlioz, Bruckner, Dvořák, Gounod, Saint-Saëns, Schumann, Verdi – sie alle komponierten ein Requiem. Gabriel Faurés Requiem wurde 1888 uraufgeführt, doch die große symphonische Fassung (mit Bläsern) entstand erst um 1900. Neben dem sechsstimmigen Chor gibt es zwei Solostimmen: für Sopran ("Pie Jesu") und für Bariton. Faurés Requiem ist vor allem deshalb beliebt, weil hier der Glaube an das ewige Leben deutlich die Trauer überwiegt. Das "Sanctus" klingt fast idyllisch, das "In Paradisum" ist voll heiterer Melodik.


Tischgespräch mit Bjørn Woll um 19 Uhr im Kleinen Saal


Mitwirkende:

Alexandra Flood, Sopran
Yancheng Chen, Bariton
Christian Schmitt, Orgel

Philharmonischer Chor Bochum
(Mateo Peñaloza Cecconi, Einstudierung)
Bochumer Symphoniker
Steven Sloane, Dirigent


Foto Steven Sloane: © Christoph Fein
Foto Yancheng Chen: © Björn Hickmann

Hausöffnung um 18:45 Uhr, Einführung im Kleinen Saal um 19:00 Uhr

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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