Ausstellung: Blick in die Heimat | Ursula Mattheuer-Neustädt zum 100. Geburtstag
Ausstellung: Blick in die Heimat
Zeichnungen von Ursula Mattheuer-Neustädt zum 100. Geburtstag
Das Gefühl kennen fast alle Menschen, aber dieses Wort mit genau diesem Beiklang lässt sich nur schwer mit einem einzigen Begriff in andere Sprachen übersetzen – Heimat. Es kann Herkunft, Vertrautheit, Zugehörigkeit, Erinnerungen, Menschen und ein Gefühl von Geborgenheit umfassen, politisch wie unpolitisch, romantisch wie unromantisch sein. Es kommt auf den Kontext und oft auf Nuancen des Gesagten an, was darunter verstanden werden soll.
Nuancenreichtum spielt auch bei den Zeichnungen von Ursula Mattheuer-Neustädt eine große Rolle, wenn sie auf ihre vogtländische Heimat blickt, von der Großstadt Leipzig in der sie bis zuletzt lebte. Vor allem die Natur, die Landschaft und der Garten in Reichenbach rücken bei diesem Blick in den Mittelpunkt. Mit filigransten Strichen und Linien in Tusche, Bleistift, Kugelschreiber oder Farbstift fängt sie Stimmungen ein. So detailreich, dass man glauben mag, sie wollte nicht aufhören, das Bild nicht loslassen, nicht sagen: „Es ist fertig“. Es ist eine etwas sehnsüchtige Perspektive, die man wohl nur aus der Ferne einnehmen kann. Gezeichnete Lyrik die sagt: „Schaut, wie schön ihr es habt“.
Frank Lorenz
Michael Kretschmer, der sächsischer Ministerpräsident, ist Schirmherr des Projektes "100 Jahre Wolfgang Mattheuer | Ein Bildermacher zwischen Heimat und Weltkunst"
Eintritt frei