Quelle: Veranstalter

Freitag, 06.11.2026
um 21:00 Uhr




Die Uraufführung von Merle Zurawski und Team erzählt von einem Haus, in dem eine Familie lebt, liebt und streitet – und von dem ganzen Universum, das zwischen seinen Wänden entsteht. Zwischen Erinnerungsfragmenten und Vorabendserie werden Fragen rund um das Leben, Zusammenleben und Aneinandervorbeileben verhandelt, über denen stets die Endlichkeit wabert.

Wie kann sich aus den Bruchstücken Mutter, Vater, Tochter, Sohn, der längere Zeit abwesend war, und der Großmutter, die den ganzen Tag vor dem Fernseher sitzt, eine Gemeinschaft entwickeln?

Wie funktionieren kollektive und individuelle Erinnerung? Und was bleibt übrig, wenn Erinnerungen, Zeit und Raum zu verschwimmen beginnen?

Junghanns‘ Text entfaltet sich in Fragmenten: Splitter familiären Zusammenlebens lösen sich zunehmend von Logik und Chronologie. Gespräche brechen ab, Gedanken überlagern sich, Zeiten verschieben sich. Nach und nach entsteht der Eindruck, dass nicht nur die Figuren, sondern auch das Haus selbst zum Träger von Erinnerungen wird – zu einem gemeinsamen Gedächtnisraum der Familie. Zugleich breitet sich ein rätselhafter Pelz aus, der das Haus und seine Bewohner*innen Stück für Stück überwuchert.

»Das blaue Haus« zeigt keine kaputte Familie im klassischen Sinn. Vielmehr entsteht das Bild eines Systems, in dem Sprache zerfällt, Zeit instabil und Verdrängtes allmählich sichtbar wird. Das Haus ist dabei nicht bloß Kulisse, sondern Erinnerungsraum – ein Ort, an dem sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft begegnen.

Regie: Merle Zurawski
Bühne & Kostüm: Nele Schiller & Kathrin Frech
Musik: Hans Könnecke
Choreografie: Rebecca De Toro
Dramaturgie: Lukas Pergande

Einlass zur Unterbühne ab 19:30 Uhr

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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17.10.2026
19:30 Uhr
Tickets
ab 44,00 €
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