Quelle: Veranstalter


Der Roman Huris fällt unter ein Gesetz in Algerien, das Veröffentlichungen über den Bürgerkrieg verbietet. Kamel Daoud wurde daher in Abwesenheit zu drei Jahren Freiheitsstrafe ohne Bewährung und einer hohen Geldstrafe verurteilt.
Zum Roman: Algerien, 1990er-Jahre, Bürgerkrieg, Überfall auf ein Dorf. Islamisten versuchen, der jungen Aube die Kehle durchzuschneiden, doch erfasst werden allein ihre Stimmbänder. Sie kann nur noch schweigen. Auch wegen der staatlichen Gesetze, die das Erinnern über den Bürgerkrieg verbieten. Sprechen kann sie einzig zu ihrer ungeborenen Tochter. Doch die geheime Schwanger schaft konfrontiert sie mit neuen Fragen.

Kamel Daoud, 1970 in Algerien geboren, arbeitete als Journalist. Nachdem er in Algerien für seine kritischen Artikel bedroht wurde, ging er 2014 ins Exil nach Frankreich und widmete sich der Literatur. Sein erster Roman Der Fall Meursault – eine Gegendarstellung wurde gefeiert, Daoud ist vielfach ausgezeichnet.

Sprachen: deutsch/französisch
Moderation: Prof. Dr. Daniel Winkler
Dolmetschen: Gilberte Gebhard

Eine Kooperation von DAI, Deutsch-Französischem Kulturzentrum (dfk), Hochschule für Jüdische Studien, Universität Heidelberg: Institut für Islamwissenschaften und Romanisches Seminar

Der Vorverkauf startet ab dem 12.08., 14 Uhr

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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